Bei der Jagd wird der Magyar Vizsla ziemlich universell eingesetzt, er ist ein hervorragender Schweißhund, apportiert gerne mit weichem Fang, er vereint die Vorzüge eines Windhundes: Ausdauer und Schnelligkeit mit Spur und Fährtensicherheit. Er ist ausgesprochen reaktionsschnell und lernwillig. Seine Menschenfreundlichkeit, seine Sensibilität und Anhänglichkeit verbietet die Zwingerhaltung. Bei ausreichender Beschäftigung ist er durchaus als Familienhund zu gebrauchen.  Der Magyar Vizsla ist ein sehr sensibler Hund, der keine harte, laute oder grobe Behandlung in Erziehung, Ausbildung und Haltung verträgt. Allerdings benötigt auch ein Vizsla, wie jeder andere Hund auch, eine konsequente Haltung.   Für die Erziehung zu empfehlen ist eine Pfeife als auch eine ausgeprägte Körpersprache.  Ein gut ausgebildeter Vizsla liest seinem Menschen buchstäblich die Wünsche von den Augen ab.  Äußerst ausgeprägt ist sein körperliches Kontaktbedürfnis. Er weicht seinem Führer buchstäblich „nicht von der Seite“, wenn dieser sich ausreichend und vizslagerecht um ihn kümmert.   Ein Vizsla muss und möchte ausreichend und artgerecht beschäftigt werden!!! Das ist zum einen die jagdliche Beschäftigung, oder die vielfältigen Möglichkeiten in der Rettungshundearbeit. Seit 1995 wird der Vizsla in Deutschland vermehrt als Therapiehund eingesetzt, obwohl diese Art von “Tätigkeit” einem Vizsla nicht wirklich gerecht werden kann, da er einfach ein extrem quirliger Hund ist. Wenn man keine der o.g. Tätigkeiten mit ihm ausüben kann, dann muss der Vizsla nicht nur viel Auslauf und Bewegung, sondern ebenso eine „geistige Arbeit“ leisten. Hierzu gehören Dummytraining, Mantrailing, ZOS (Zielobjektsuche).  Da er sehr lernbegierig ist, macht die Arbeit mit ihm sehr viel Freude.    Während der juvenilen Phase bis zum Alter von cirka 1 1/2 Jahren fallen ihm viele Gegenstände zum Opfer, wenn der Mensch ihm die Gelegenheit dazu gibt und z.B. seine Schuhe nicht wegstellt. Dinge zu zerstören gehört bei fast jedem Vizsla zum Repertoire. Darüber sollte man sich unbedingt im Klaren sein, wenn man sich diese Rasse ins Haus holt.  Er ist sehr verschmust und äußerst liebebedürftig. Nicht mit seinem Herrn auf dem Sofa liegen zu können, bedeutet für ihn eine “Harte Strafe”.   Jeder, der sich für einen Magyar Vizsla interessiert, muss sich im Klaren sein, dass die artgerechte Haltung es erfordert, dass nahezu das gesamte Leben dem Magyar Vizsla gehört.   Wer sich auf diese Art der Mensch-Hund-Partnerschaft einlassen kann, bekommt im Magyar Vizsla einen wunderbaren Gefährten.